Das Beamer-Mikroskop

Vielleicht habt ihr schon einmal gesehen, wie einfach sich eine Webcam zu einem digitalen Mikroskop umbauen lässt. Meistens werden Kameraobjektive oder das originale Objektiv der Webcam verkehrt herum verwendet. Da wir die Optik des zuletzt aufgeschraubten Beamers noch im Keller hatten, wollten wir es einmal damit versuchen. Dafür haben wir eine alte ausgediente Webcam benutzt, welche wir aus ihrem Gehäuse befreit haben.

Das Objektiv des Beamers hat bei einer Brennweite von 123mm ein Öffnungsverhältnis von f1:2.8 und war noch in seinem Gehäuse, welches wir optimal nutzen konnten. Das Linsensystem erzeugt logischerweise in der Ebene in der das LCD eingebaut war ein reelles Bild. Wenn an diese Stelle die Webcam ohne ihre Optik eingebaut wird, so gelangt dieses Bild auf den CCD-Sensor und kann dann am Computer betrachtet werden. Durch die Wahl dieses Punktes ist man später in der Lage, die Fokusebene des betrachteten Objekts in einem weiten Bereich zu variieren. Andere Positionen des Sensors entlang des Strahlengang liefern auch Ergebnisse, jedoch ist dabei nicht sichergestellt, dass man auch wirklich nennenswert fokussieren kann.
In dem angehängten Video könnt ihr die Ergebnisse der Konstruktion betrachten. Der Schärfe des Mikroskops ist nicht optimal, kann aber noch weiter verbessert werden, indem man eine Aperturblende in den Strahlengang bringt. Dabei werden Strahlen ausgeblendet, welche aus den äußeren Bereichen der Linse auf den Sensor gebeugt werden, sozusagen also Streulicht minimiert, was zu einer zwar schlechteren Beleuchtung aber größeren Schärfentiefe führt.

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