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Ubuntu startet immer als Nutzer ‚gdm‘

Ich hatte eben das Problem, dass sich mein Ubuntu nach einem Neustart immer als Nutzer ‚gdm‘ angemeldet hat. Eigentlich sollte nach dem Start vom Gnome Display Manager (gdm) der Login-Bildschirm erscheinen, an dem man den Nutzer auswählt, mit dem man sich einloggen will. Danach sollte eine Passworteingabeaufforderung erscheinen und nach erfolgreicher Eingabe Gnome starten.

Bei mir war das nicht der Fall. Es kam gar nicht erst dazu, dass man den Nutzer auswählen konnte, mit dem man sich einloggen möchte. Ich wurde immer direkt als ‚gdm‘ eingeloggt. Nach ein paar Versuchen dem Problem Herr zu werden, war es am Ende ganz einfach.

Zunächst öffnen wir die Einstellungen:

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Darin dann den Punkt Benutzer:

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Dann müssen wir die Einstellungen entsperren mit dem Administrator-Passwort:

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Und dann einfach den Autologin des Nutzers aktivieren, mit dem ihr euch normalerweise einloggt:

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Anschließend fährt euer System wieder mit dem angegebenen Nutzer hoch anstatt mit dem Nutzer ‚gdm‘. Nach dem Neustart könnt ihr die automatische Anmeldung auch wieder deaktivieren, sodass ihr wie gewohnt eure Passwort beim Login eingeben müsst.

Kleines Update für das Skript zum Löschen älterer Kernel

Ich habe das Skript zum Löschen veralteter Kernel mal auf Vordermann gebracht. Wegen eines Sortierungsfehlers konnte es passieren, dass das Skript z.B. meinte Kernel 3.11 wäre älter als Kernel 3.9. Das Problem ist jetzt behoben. Außerdem kann man jetzt die Kurzfassung für Parameter verwenden. In diesem Fall also zum Beispiel „-rl2“ statt „-r -l 2“. Die ganze Arbeit dafür nimmt einem das Hilfsmittel ‚getops‘, was normalerweise überall schon vorinstalliert ist.

WD My Book 1TB World Edition (white light) mit Debian

Falls jemand eine Western Digital My Book World Edition (white light) sein eigen nennt und etwas modifizieren will, habe ich hier eine Anleitung um Debian Squeeze zu installieren. Das meiste aus dieser Kurzanleitung ist frei übersetzt aus den folgenden Artikeln:

Voraussetzung ist das Ausbauen der Festplatte aus dem Gehäuse. Dann braucht man noch einen SATA-Adapter für USB oder direkt einen SATA-Anschluss an seinem Rechner. Auf dem Rechner selbst braucht man ebenfalls ein Linux. Meins ist Debian-basiert, nämlich Linux Mint 14, aber auch Suse Linux sollte gehen.

Also steckt die Platte an euren Rechner an und stellt fest welches Device es ist. Das geht am besten mit sudo fdisk -l. Bei mir sind  /dev/sda und  /dev/sdb meine internen Festplatten im Laptop. Stecke ich die Platte aus dem MyBook dran, erscheint das Gerät unter /dev/sdc.

Es gibt eine Version mit zwei Festplatten, die im RAID geschaltet sind und eine Version mit nur einer Festplatte. Auch die Ein-Festplatten-Version nutzt intern ein Software-RAID, deswegen ist die Konfiguration beider Versionen ziemlich gleich.

Zunächst muss man allerdings die nötigen Dateien herunter laden. Diese kann man hier finden: Debian Squeeze for White Light v2.1

Nachdem ihr das Archiv entpackt habt, wechselt in den entsprechenden Ordner und führt das Skript sudo install.sh <device1> [<device2>]  mit Root-Rechten aus. <device1> steht hier in meinem Fall für  /dev/sdc und <device2> benötige ich nicht. Das ist für die Version mit zwei Festplatten gedacht.

Ich habe das Skript aus einem der Links von oben etwas abgewandelt, damit es komplett eigenständig abläuft. Wer will kann das Skript vorher noch analyisieren und modifizieren  um z.B. die Größe der Root-Partition zu ändern. Ich habe sie standardmäßig auf 4000 MB gesetzt. Dieser Wert steht in der Variablen „ROOT_MB“ in Zeile 7.

Nachdem das Skript hoffentlich erfolgreich durchgelaufen ist, muss man die Festplatte nur noch einmal abstöpseln und wieder in ihr übliches Gehäuse einbauen. Wenn man dann das MyBook mit Strom versorgt und startet, sollte es ganz normal mit Debian Squeeze hoch fahren.

Jetzt ist es wichtig sich per ssh einzuloggen. Hat man die IP des Gerätes heraus gefunden, startet man eine ssh-Session mit ssh root@<ip-address> und dem Passwort „mybook“. Jetzt updaten wir erst mal alles mit sudo apt-get update && apt-get upgrade. Am besten bestätigt man alle Nachfragen für die Installation mit „Yes“, in den meisten Fällen reicht ein Return. Zwischendurch kommen öfter mal Fehler wegen falschen Spracheinstellungen, die meiner Meinung nach aber zu ignorieren sind. Das äußert sich meistens mit den folgenden Zeilen:

Jetzt geht es darum Samba zu installieren. Eigentlich findet man alle Informationen dazu im dritten Link am Anfang des Artikels, aber hier noch mal die Kurzfassung für alle, die es einfach und unkompliziert haben wollen.

Zunächst installieren wir Samba mit apt-get install libcups2 samba samba-common. Während der Installation kommt ein Fenster, in dem wir die Domain angeben können, auf dem der Samba-Server läuft. Das ist später auch noch änderbar, aber ich würde vorschlagen es einfach bei „WORKGROUP“ zu belassen. Die meisten deutschen Windows-Versionen nutzen als Standarddomain „ARBEITSGRUPPE“, aber alles andere geht auch. Also einfach Return drücken. Nach ca. einer Minute ist die Installation beendet.

Als nächstes müssen wir uns einen Benutzer erstellen, der auf die Freigaben zugreifen darf. Ich nenne ihn jetzt beispielhaft „mybook“. Nach Ausführung folgender Befehle wird der Nutzer erstellt und dem Sambaserver hinzugefügt:

Bei den beiden letzten Befehlen muss man sich jeweils ein Passwort aussuchen. Beide Male das gleich zu verwenden ist okay.

Jetzt fehlt nur noch die Freigabe selbst. Dazu müssen wir zunächst den Eigentümer des Datenlaufwerks ändern:

Jetzt müssen wir die Freigabe noch dem Samba-Server mitteilen, indem wir die Datei /etc/samba/smb.conf mit nano, einem einfachen Editor, editieren. Dazu rufen wir folgenden Befehl auf: nano /etc/samba/smb.conf. Nach dem Öffnen des Editors einfach so lange Bild-Runter drücken bis ihr am Ende der Datei seid. Und dann folgendes eingeben:

Die letzte Zeile könnt ihr auch ändern, wenn ihr nicht wollt, dass man auf das Laufwerk schreiben kann. Macht sicherheitshalber hinter die letzte Zeile noch ein Return. Bei vielen Unix-Konfigurationsdateien ist ein Return hinter der letzten Zeile noch Pflicht. Speichern könnt ihr mit STRG+X, dann Y und anschließend einem Return zum Bestätigen des Dateinamens.

Jetzt fehlt nur noch das Neustarten des Samba-Servers mit /etc/init.d/samba restart.

Falls man gerade noch sein Linux an hat, kann man jetzt in dem Dateimanager seiner Wahl (bei mir Caja) den Pfad  smb://<ipaddress> öffnen. Dann sollte eine Auflistung aller freigegebenen Pfade kommen. Bei mir gibt es „mybook“ und „print$“. Nach einem Doppelklick auf „mybook“ muss man nur noch den Nutzernamen „mybook“, die Domain und das dazu gehörige Passwort eingeben. Dann ist man schon auf der Datenpartition.

Leider gibt es nativ noch keine Funktion für das installierte Debian, die die Festplatte bei Inaktivität herunter fährt. Informationen dazu gibt es allerdings hier: monitorio.sh. Bei Gelegenheit werde ich dazu noch genaueres schreiben.